Turbo-Lader
| Ein
(Abgas-) Turbo-Lader dient zur Leistungssteigerung bei
Verbrennungsmotoren durch Vorverdichtung der
Verbrennungsluft. Er besteht aus einer von den
Motorabgasen angetriebenen Turbine und einem auf gleicher
Welle sitzenden Turbokompressor (mit radialer
Verschaufelung), der die Verbrennungsluft ansaugt und mit
erhöhtem Druck (etwa 0,6 bis 1,2 atü) den
Arbeitszylindern des Motors zuführt. (aus: ams Auto-Lexikon Technik, S. 1) Vgl. a. das Stichwort Turbolader. |
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| Obwohl Honda mehrere
Jahre die Szene in der Formel 1 mit ihren V6-Turbo-Motoren dominierte,
wurde auf Serien-Modelle mit dieser leistungssteigernden
Technik weitgehend verzichtet - im Gegenteil, Honda
demonstrierte mit dem Beat, daß
Aufladung nicht notwendig ist, um die Maximal-Leistung
eines Kei Cars
zu erzielen. Beim ersten aufgeladenen Serien-Modell, dem City Turbo, nutzte Honda neben der höheren Leistung sicherlich auch das sportliche Image von Turbo-Autos. Wie sonst ist zu erklären, daß nach nur einem Jahr ein Nachfolger präsentiert wurde, der aufgrund seiner Aerodynamik langsamer wurde, aber entsprechend "schnell" ausschaute. |
![]() Honda RA 168 E V6-Turbo-Motor für die Formel 1 |
![]() Honda C20A-T V6-Turbo-Motor des Legend Ti |
Beim zweiten
aufgeladenen Serien-Modell, dem Legend Ti
aus dem Jahre 1988, nutzte Honda die Erfahrungen aus der
Entwicklung der Formel 1-Motoren und versuchte mit Hilfe
einer Variablen
Turbinen-Geometrie
die prinzipiellen Nachteile der Abgas-Aufladung (vor
allem das "Turbo-Loch") zu mildern. Honda nutzte beim C20A-T die inzwischen übliche, technisch einfache und kostengünstige Leitschaufelkranz-Verstellung, bei der nicht rotierende Leitschaufeln im Turbinengehäuse so verstellt werden können, daß sie bei wenig Gasdurchsatz aber hohem Leistungsbedarf das Abgas auf die gesamte Fläche der Turbinenschaufeln leiten, was die Drehzahl der Turbine und damit die Leistung des Verdichters erhöht, während bei geringem Leistungsbedarf und hohem Gasdurchsatz das Abgas durch die Leitschaufeln so abgelenkt wird, daß die Turbinenschaufeln nur teilweise angeströmt werden und damit der Verdichter nur eine geringere Leistung abgibt. |
| Eine Variante der Variablen
Turbinen-Geometrie
präsentierte Honda mit dem K23A-Motor des Acura
RDX. Das Turbinen-Gehäuse besteht aus einer inneren und einer äußeren Kammer. Ein elektrisch von der Motorelektronik gesteuertes Magnetventil betätigt in Abhängigkeit von der erwünschten Leistung und dem zur Verfügung stehenden Abgasvolumen eine Membrane, die den Abgas-Strom bei niedrigen Drehzahlen ausschließlich in die innere Kammer lenkt. Dadurch arbeitet der Turbo-Lader wie ein kleiner, schnell ansprechender Lader, wobei der Effekt durch die Bauart verstärkt wird, weil sie einem Venturi-Rohr ähnelt. Bei Drehzahlen zwischen 2.000 und 2.500 min-1 öffnet das Magnetventil die Membrane und die Turbine beginnt wie ein großer Turbo-Lader zu arbeiten. |
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