Panhard-Stab
| Als Panhardstab bezeichnet man (benannt nach seinem
Erfinder René Panhard) eine gelenkig aufgehängte Querstrebe
zur Übertragung der Seitenkräfte zwischen starrer
Hinterachse und Karosserie. Damit beim Einfedern durch
die Kreisbogenbewegung des Panhardstabs nur eine
möglichst kleine (störende) Seitenversetzung verursacht
wird, muß er sich bei normaler Fahrzeugbelastung in
waagerechter Stellung befinden. Aus dem gleichen Grund
muß er (soweit es die Platzverhältnisse zulassen)
möglichst lang sein. Ein Nachteil des Panhardstabes ist
die ungedämpfte Übertragung seitlicher Fahrbahnstöße
auf die Karosserie. (aus: ams Auto-Lexikon Technik, S. 108 f.) |
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Um Rollbewegungen der Karosserie abzufedern und Sturzänderungen des leicht untersteuernd ausgelegten Fahrverhaltens in Grenzen zu halten, verfügt die Hinterachse bei den Civic-Modellen der dritten Generation über einen Panhard-Stab. Das Schwenklager des Panhard-Stabs ist an der rechten Radnabe angebracht. Das linksseitige Karosserielager des Panhard-Stabs mußte oberhalb des Achslagers und innerhalb des Raumes zwischen den Spiralfedern untergebracht werden, so daß der Panhard-Stab weder waagerecht noch wünschenswert lang geriet. |
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Allerdings gelang
es Honda durch die Anordnung des Panhard-Stabs in der geometrischen Achsmitte ein
neutrales Eigenlenkverhalten der Hinterachse
zu gewährleisten, da die auftretenden Seitenkräfte
durch den Kraftangriffspunkt in der Achsmitte keine
Kraftwirkung in Richtung der Kurve (wie bei der Anordnung
hinter der Achsmitte) bzw. in Gegenrichtung (wie bei der
Anordnung vor der Achsmitte) erzeugen können. Den Versatz des Achsrohrs hinter die geometrische Achsmitte erreichte Honda zudem nicht durch eine starre Verbindung zwischen Längslenker, Radnabe und Achsrohr, sondern durch ein ausgeklügeltes System von Schwingenlagern und Anlenkhebeln, so daß auch einseitige Federbewegungen nicht zu Rollbewegungen der Karosserie führen. |