zurück zur Sammlungsübersicht N 250 Deutschland
Im Jahr 1969 drohte für die Besitzer eines Führerscheins der Klasse IV, der vor dem 1. Dezember 1954 (ohne praktische Prüfung) erworben worden war, das Aus für ihre Mobilität: Die Produktion des Goggomobil 250 als letztes Serienfahrzeug mit weniger als 250 ccm Hubraum wurde eingestellt.

"Letzte Hoffung" für diese Personengruppe war die Firma Calabrese aus Andernach am Rhein. Sie entwickelte für den Honda N 360 (in Deutschland damals bereits nur noch gebraucht zu kaufen) bzw. den N 400 (nur über Frankreich, Belgien oder Luxemburg zu importieren) dickwandige Graugußbuchsen, die die Zylinderbohrung auf 52 mm und damit den Hubraum auf 242 ccm verringern. Zusammen mit kleineren Kolben der italienischen Firma Asso aus Pisa, die die Verdichtung auf 7,8 : 1 reduzieren, entsteht so ein Normal-Benzin verbrauchender Motor mit TÜV-gutachterlich bescheinigten 12,5 PS bei 7700 min-1 bzw. 14 PS bei 8000 min-1. Die umgebauten Motoren erhalten als Kennzeichnung die Buchstaben CA (= Calabrese Andernach) von vorn gut sichtbar am Schraubensteg zwischen den Zylindern eingepreßt. Weitere Eingriffe am Fahrzeug sind nicht notwendig. Damit reduziert sich die Höchstgeschwindigkeit auf 85 km/h.

Die Informationen wurden im wesentlichen einem Beitrag aus der mot Heft 9/1970, S. 23 entnommen.
 
Honda N 360 - (c) Honda, Japan
N 360
 
Dieses Foto aus einem japanischen Prospekt von Honda über den N 360 verwendete die Steinwinter Automobile Handelsgesellschaft mbH aus Stuttgart als Blickfang in ihrem Datenblatt zum von ihnen so bezeichneten Honda 250 S de Luxe. Dieses Datenblatt ist ansonsten eine Kopie einer deutschsprachigen Anzeige oder eines deutschsprachigen Prospekts von Honda über den N 360 (abgedruckt in: Joachim Kuch: Autos aus Japan 1965 - 1985, Stuttgart 2000, S. 22).